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Thomas Berscheid 3 Min.

Aus der Traum: Die KI streckt uns den Mittelfinger raus

Das Wichtigste in Kürze

  • Der KI-Hype flacht ab: Nach zwei Jahren des rasanten Aufschwungs beginnt im Sommer 2026 die Phase der Konsolidierung und Monetarisierung.
  • Enorme Investitionen: Mehrere Hundert Milliarden Dollar/Euro an Risikokapital flossen in die Hardware-Infrastruktur, ohne dass die Kunden bisher entsprechend dafür zahlen.
  • Kipppunkt erreicht: Ein weiteres Wachstum ist ohne direkte Kosten für die Nutzer nicht mehr tragbar; erste Einschränkungen (z. B. bei Credit-Einsichten) zeichnen sich ab.
  • Persönliches Fazit: Trotz des Umbruchs bleibt es für IT-Schaffende die spannendste Zeit, die enorme kreative und berufliche Chancen bietet.

Träume wurden wahr und haben die Fantasie beflügelt

Es ist toll wenn Träume wahr werden. Wenn Dinge, die man sich bislang nur in den wildesten Fantasien vorgestellt hat, Realität werden. Die KI hat solche Träume in den letzten 2 Jahren beflügelt.

Doch nun passiert das, was Menschen schon seit Wochen vorhergesagt haben. Der Hype um die KI geht zu Ende. Wie das in der IT Welt nun mal so ist, geht auch diese Entwicklung im Turbo Takt vor sich. Im Juni 2026 kamen die ersten Anzeichen, dass man beim Entwickeln mit Claude Sonnet über Copilot nicht mehr einsehen konnte, wie viele Credits man denn nun für ein paar TYPO3 Upgrades verbraucht hat. Nun kristallisiert sich langsam heraus, dass das ganze Spiel nicht umsonst war.

Hunderte von Milliarden Risikokapital für Rechenzentren

Wenn ich richtig gezählt habe, sind für den Aufbau von Rechenzentren für KI Anwendungen bereits mehrere Hundert Milliarden Dollar oder Euro verbrannt worden. Risikokapital, das nun in Hardware steckt. Jedem denkenden Menschen war klar, dass es nicht ewig so weitergehen kann. Die Marktsättigung ist lange noch nicht erreicht, die Menschheit schreit nach mehr Rechenkapazitäten, aber es ist abzusehen, dass man noch viel mehr Geld reinstecken könnte, ohne dass die Kunden zahlen. Jedem Menschen, der nicht kifft (Hier ist gerade Summerjam und ich rieche das Gras!) ist klar dass ein weiteres Wachstum ohne dass man die Kunden bezahlen lässt nicht geht. Also sind wir gerade im Kipppunkt.

Die spannendste Zeit

Ohne Zweifel: Ich mache jetzt seit rund 30 Jahren IT. Das ist gerade die spannendste Zeit und ich habe persönlich gerade einen unglaublichen Schub an Kreativität, denn KI hat das Spektrum meiner Tätigkeiten unglaublich erweitert. Aber nun kommt die Phase der Konsolidierung und wir werden sehen, wie es in dieser Richtung weiter geht. Auf jeden Fall: Es bleibt spannend!

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