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Video und Audio: Grand Départ der Tour de France in Tbilissi

Wenn die Tour de France eines Tages einmal in Georgien ihren Grand Départ hat, wo soll sie dann beginnen? In Tbilissi natürlich. Wie könnte die erste Etappe der Tour de France in Georgien aussehen? Ideen dazu von Thomas Berscheid im Video,  in der MP3 Audio Datei per Stream und im Text.

MP4 Video: Grand Départ der Tour de France in Tbilissi

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Grand Départ in Tbilissi

Irgendwann in naher oder ferner Zukunft steht vor dem Rathaus in Tbilissi am Platz der Freiheit eine Bühne. Der Bürgermeister, vielleicht auch später noch ehemaliger Profi Fußballer, wird ein paar Worte sagen, andere Prominente ebenso, dann rollt das Peloton an. Langsam Fahrt aufnehmend geht es auf den Rustaweli Prospekt. Man stelle sich jetzt schon mal vor: Ein Blick auf die Narikala-Festung, die Sioni Kirche, David der Erbauer grüßt vom Pferd herunter. Vorbei an der alten und der neuen Oper. Vom Mtkwari hinauf grüßen niederländische Touristen, die mit den Booten vertraut sind wie auf einer Gracht in Amsterdam oder Utrecht.

Danach geht es auf breiten Straßen nach Norden aus der Stadt hinaus. Als die Tour den Mtkwari verlässt, erfolgt der neutralisierte Start. Vorbei an Dighomi und den französischen Supermärkten geht es Richtung Georgische Heerstraße. Denn das ist heute das Ziel: Rund 2.000 Höhenmeter, in den Kaukasus, fast bis nach Gergeti.

Doch zuerst einmal macht man sich so seine Gedanken. Wie ist nun die beste Führung der Route, um Georgien und Tbilissi so gut wie möglich in Szene zu setzen? Nun, eine Möglichkeit wäre natürlich, nun auf die Schäl Sick von Tbilissi zu wechseln, an Gladani vorbei und dann vielleicht zum Dshwari-Kloster hinauf. Von den Bildern her nicht so schön, auch wenn man die Bergstrecke mitnehmen könnte. Also besser am Wasserkraftwerk vorbei und dann Richtung Natachtari. Damit folgen wir natürlich der Autobahn S-1 und die Fahrer können nun richtig Tempo bolzen. Aber das währt nicht lange.

Etappe der Tour de France führt über Mzcheta

Mzcheta bietet eine wundervolle Gelegenheit, die Fahrer von der S-1 herunterzuleiten. Wir bleiben auf der richtigen Seite des Mtkwari, passieren die Amazi Festung und queren den Fluss dort, wo er aus Westen kommt, in Richtung der früheren georgischen Hauptstadt. Der erste richtige Höhepunkt: Das Peloton umfährt auf zwei Autospuren die Altstadt von Mzcheta. Der Hubschrauber bietet einen wundervollen Ausblick auf die Swetizchoweli-Kathedrale und das Samtawro-Kloster. Von der Weinkammer grüßt eine meterhohe Flasche mit georgischem Wein, die man extra für den Grand Départ aufgestellt hat. Weiter geht die rasante Fahrt Richtung Kaukasus. Von der Bebris Ziche grüßen eine georgische und eine europäische Fahne. Auf dem Bergrücken ein meterhohes Rennrad. Selbst die Querrillen auf der Straße sind geflickt, so dass die Fahrer kein Gefühl wie bei Paris-Roubaix bekommen. Nun geht es kurz auf die Autobahn, und dann ist das Ziel erreicht: Die Georgische Heerstraße. Diese wird das berühmte Radrennen nun mehr als 100 km begleiten.