Video und Audio: Tour de France - Georgische Heerstraße im Kaukasus
Wenn die Tour de France in Georgien schon mit dem Grand Départ in Tbilissi beginnt, dann sollte sie auch einige andere Landesteile zeigen. Die optimale Strecke, um Georgien von der Schokoladenseite in der Entfernung einer normale Tagesetappe zu zeigen, ist natürlich die georgische Heerstraße. Mehr Details aus dem Hirn von Thomas Berscheid dazu im Video, im MP3 Audio und im Text weiter unten.
MP4 Video: Tour de France über die Georgische Heerstraße im Kaukasus
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Tour de France über die Georgische Heerstraße durch den Kaukasus
Auf gerader Strecke geht es nun das Tal des Aragwi entlang. In Bulatschauri weht den Fahrern der Duft von frisch gegrilltem Mzwadi um die Nase. In Aragwispiri schwenkt ein deutscher Enthusiast eine überdimensionale Flagge einer Kölschsorte in der Hand und feuert die Fahrer mit einem gebrüllten „Gaumardschos!“ an. Dann geht es in Richtung der Staumauer. Die ersten Höhenmeter, es geht über die Brücke, nun kommt die Festung Ananuri in Sicht. Eine Gruppe deutscher Touristen schwenkt ihre dreifarbigen Flaggen und grüßt die Fahrer mit einem Kazbegi in der Hand.
Auf den nächsten Kilometern geht es langsam aber stetig nach oben weiter in den nördlichen Kaukasus hinein. Nach rund 90 Kilometern ist Pasanauri erreicht. Am Ortseingang grüßt der Hirsch, dem ein Spaßvogel ein Mountain Bike auf das Geweih gesteckt hat. Die Fahrer riechen frisch gekochte Chinkali, einige Sportler grüßen mit einer georgischen Teigtasche in der einen und einem Glas Rkatsiteli in der anderen Hand. Ab jetzt geht die Tour in die Beine, rund 1.000 m Höhe haben die Fahrer erreicht. Zwei Stunden zum Einrollen, jetzt kommen die ersten größeren Anstiege.
Bis Lomisa steigt die Strecke allmählich auf 1.500 m an. Ein paar kleinere Anstiege, dann wieder ebene Teilstücke, das Fahrerfeld sortiert sich. Vielleicht gibt es hier schon die ersten Ausreißer, die strategisch planen und auf den Sieg bei der ersten Etappe der Tour de France in Georgien spekulieren. Alles möglich. Hier, unterhalb des Klosters, überquert die Strecke den Aragwi.