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Sam Spade, die DDR und der Müll

Fragment eines Kriminalromans aus den 1990er Jahren

Kurz nach der Wiedervereinigung habe ich mich an einen Krimi gemacht. Thema? Sollte sich während des kreativen Prozesses ergeben. Ich habe angefangen und mich treiben lassen. Nach ein paar Wochen war der Prozess dann am Ende. Der Krimi ist nicht fertig geworden. 

Als Vorbild für diese Geschichten dienten mir einige Klassiker aus den Jahrzehnten zuvor: 

  • So hatte ich als Protagonisten Sam Spade im Kopf, verkörpert von Humphrey Bogart. Irgendwo hinten im Hirn waberte der Malteser Falke herum. 
  • Mike Hammer durfte da nicht fehlen. Es sollte ja eine Detektivgeschichte werden. 
  • Aus der Reihe geschlagen da aus den 1980er Jahren Lukas Resitarits als Kottan, der war ja Polizist und nicht Detektiv. 
  • Ja, und dann natürlich meine Lieblings Serie aus den 1980er Jahren, später bei einem Privatsender wiederholt: David Rasche als Sledge Hammer. Einer der abgedrehtesten Charaktere als Polizist, die man sich vorstellen konnte. 
  • Gleich das erste Kapitel fängt mit einem Wort an, das Horst Schimanski oft im Mund hatte.
  • Ach, und dann gab es so Filme wie Müllers Büro, die bei mir hängen geblieben sind.

Worum es geht? Eigentlich Nebensache. Ein Privatdetektiv soll in seiner Wohnung erschossen werden. Er ist schneller als der Killer. Auf den nächsten Seiten hauchen noch mehrere andere Personen unfreiwillig ihr Leben aus. Der Detektiv übernimmt einen Auftrag, der mit den Toten zusammenhängt. Er dringt in einen Dschungel von Korruption und illegalen Geschäften mit Giftmüll ein. Und er stellt fest, dass zumindest Teile der Stasi auch nach der Wiedervereinigung noch quicklebendig sind.

Die Geschichte ist nicht fertig. Sie wird auch ein Fragment bleiben. Aber sie hat beim Schreiben einen Riesenspaß gemacht!