Ein Liebeslied wenn die geistige Gesundheit keine Hoffnung gibt
In diesen Wochen lese ich ein weiteres Werk von Kurt Vonnegut. Kurz zuvor hatte ich von einem Händler für gebrauchte Bücher weitere Werke von Vonnegut erstanden und tauche seitdem tiefer in sein Universum ein. In „Hocus Pocus“ spielt die zunehmende geistige Umnachtung zweiter Frauen (Mutter und Tochter) eine Rolle. Ein Punkt, der mich seit Jahren beschäftigt. Denn das Thema geistige Gesundheit und „was mache ich wenn ich meine Gene nicht vererben will?“ ist mir vor ca. 30 Jahren schon mal in einem Lied entgegen gekommen. Für mich ist dieses Lied das schönste Liebeslied aller Zeiten: A Natural von Whipping Boy.
In den 1990er Jahren gab es neben U2 und ein paar anderen Bands in Irland sowie den Manic Street Preachers am gegenüberliegenden Ufer in Wales noch ein paar andere Gruppen. Eine davon war Whipping Boy. Die Gruppe hatte nicht wirklich viel Erfolg, was ich persönlich sehr schade finde. Ich habe eine CD von ihnen in meiner früheren Radiowerkstatt gefunden, zuvor hatte ich die Band wahrscheinlich beim WDR gehört. Also im Radio, dieses Ding, was es früher mal über Antenne gab. Ganz am Schluss, nach gefühlt einer Minute Stille, ist ein Bonus Track. A Natural. Was diese Geschichte mit Paranoider Schizophrenie und Liebe zu tun hat, dazu mehr in meinen Gedanken.