Wenn das Hirn frei dreht und mit der KI zusammenarbeitet
In den vergangenen Wochen war ich in Urlaub. Mit dem Auto nach Bamberg, ins Salzkammergut und nach Kroatien. In zwei Wochen habe ich mehr Kilometer im Auto gesessen als im restlichen Jahr zusammen. Allein das ist schon mal ein anderes Leben als gewohnt.
In Istrien haben wir zwei Tage erlebt, in denen man den Klimawandel live mitbekommen kann. Am nördlichen Ende der Adria können sich Gewitter stauen, da kommt dann ordentlich was an Niederschlag runter. Mein treues Laptop stand dann auch noch unter dem Kamin, als der Sturm den Regen unten reintrieb… Zum Glück waren wir im gleichen Raum und deshalb erfreut sich der treue Begleiter guter Gesundheit.
Auf diesem Laptop konnte ich nun ein paar Ideen umsetzen. Seit ein paar Wochen schreibe ich ja Tagesgeschichten rund um die IT-Abteilung eines fiktiven Kölner Unternehmens. Bislang waren Jonas und Deniz die wichtigsten Charaktere. Neu hinzugekommen ist die Kollegin Miriam – vom Charakter her entspricht sie eigentlich am ehesten meiner früheren Katze: Sportlich, neugierig, selbstbewusst, sozial engagiert (Ersthelferin) und in der Lage, Männern beim Cat Calling mit einem Tritt die Zeugungsfähigkeit zu nehmen oder sie mit einem sauber gepunkteten Schwinger ins Land der ewigen Träume zu schicken.
Zwischen diesen drei Personen entwickelt sich eine tiefe Freundschaft. Zwischen Jonas und Miriam… Nun, da wird noch mehr passieren… Aber jetzt erst mal zur aktuellen Geschichte. Denn Deniz arbeitet natürlich mit KI. Jonas und er haben im Keller einen Server für die eigene KI installiert, Machine Learning gemacht und einen Chatbot geschmiedet. Miriam als IT-affine Person soll diesen Chatbot nun testen.
Der Klaus Kinski Chatbot
Mit Hilfe eines Copilots habe ich mir dafür mal ein paar Dialoge schreiben lassen. Was, wenn der Charakter nicht einfach eine dröge Person ist, sondern ein Charakter, den es wirklich gibt oder den man über die Jahre hinweg im Kopf behalten hat? Ich habe mal ein paar getestet:
- Klaus Kinski
- Bernd das Brot
- Homer Simpson
- Marvin
- Hubert Farnsworth
Es waren auch noch ein paar andere dabei, der Papst (welcher eigentlich?) war mir zu langweilig. In meiner Rubrik „Aus der Werkstatt“ präsentiere ich nun die Ergebnisse des Prompts mit der KI.
Warum Klaus Kinski? Erfahrungen mit KI-Chatbots im Eigenleben
Es gibt einen Grund, warum ich mit Klaus Kinski angefangen habe. Zum einen haben wir da ja Sketch History, wo Max Giermann in die Rolle von J. Caesar oder Billy the Kid schlüpft. Als Charakter des Klaus Kinski. Zum anderen habe ich diesen Chatbot Charakter bereits in einem anderen Projekt umgesetzt. Also nur lokal und zum Testen, natürlich.
Damals, im Frühjahr 2026, hatten wir bei unserem großen Cloud Anbieter ein Projekt zum Erstellen von Agenten, denen man einen quasi beliebigen Charakter mitgeben kann. Das habe ich mit Trump gemacht und das mit Klaus Kinski. Den Klaus Kinski Chatbot habe ich dann deployed und ein paar mal getestet. Nachdem so ziemlich jeder Versuch eines Chats mit diesem Chatbot im „Du blöde Sau, Du!“ geendet ist, habe ich ihn gelöscht.
Aber wie das bei KI Agenten im realen Leben nun mal so ist, Klaus Kinski hat ein Eigenleben entwickelt. Plötzlich hatte ein anderer Bot in meiner Cloud Umgebung des Charakter von Klaus Kinski. Nachgesehen… Ja, der Agent ist gelöscht. Lokal und auch in der Cloud. Er schimpft aber immer noch rum…
Soweit die Praxis. Was ich im Urlaub geschrieben habe, ist eine Kurzgeschichte mit meinen drei Protagonisten. Jonas und Deniz setzen Miriam an einen Laptop. Kaum eine Minute später ist Miriam soweit, den Laptop mit einem Handkantenschlag zu himmeln. Nun gut, fast soweit. Ich möchte keine schönen IT-Geräte sterben sehen. Aber leider entwickelt dieser KK-Chatbot (Nein, der kommt nicht aus Kempen!!!) ein Eigenleben und Jonas hat echt Probleme…
Hier nun die Protokolle der Arbeit an dieser Geschichte. Miriam geht in den Ring mit dem Chatbot.