Die wahre Bestimmung der Himmelsscheibe von Nebra

Die Himmelsscheibe von Nebra – seit einem Jahrzehnt beschäftigt dieser Jahrhundertfund die archäologische Welt. Aus dem Fund einer Raubgrabung ist in den letzten Jahren eines der größte Mysterien der Wissenschaft in Europa geworden.

Unstrittig ist, dass die Scheibe aus der Bronzezeit stammt, also rund 3.500 Jahre alt ist.

Allerdings stellt sich mir persönlich die Frage, welchem Zweck sie diente.

Die derzeit meist verbreitete Erklärung der Himmelsscheibe sieht sie als Kalender. Die auf der Platte aufgetragenen Bögen weisen am Fundort einen exakten Bezug zu den Wendepunkten des Sonnenauf- und -untergangs im Jahreslauf auf. Somit könnte die Scheibe dem Zeitpunkt gedient haben, wichtige Daten für die Landwirtschaft zu liefern. Denn seinerzeit wurde der Mensch sesshaft und ernährte sich nicht mehr nur von der Jagd, sondern kultivierte den Boden und begann mit dem Anbau von Feldfrüchten. Und da ist die Bestimmung der richtigen Zeiten für die Aussaat eine überlebenswichtige Sache.

Soweit der Stand der Wissenschaft.

Meine Erklärung geht jedoch in eine andere Richtung. Und sie hat zu tun mit dem Stapel einer aus Italien zu uns gereisten kulinarischen Erfindung, die ein Kollege heute in mehrfacher Ausprägung unter dem Arm in die Küche trug.

Die Himmelsscheibe von Nebra ist in Wirklichkeit kein Kalender. Sie ist eine in Metall gegossene Ausgabe eines Kochbuchs!

Landwirtschaft vor 3.500 Jahren

Landwirtschaft vor 3.500 Jahren

Und das kam wahrscheinlich so: Als die Menschheit sesshaft wurde, begann sie, stärkehaltige Nahrungsmittel zu produzieren. Hier in Europa musste man auf die Kartoffel noch drei Jahrtausende warten. Hafer, Dinkel und der frühe Weizen hingegen waren weit verbreitet und dienten als Grundlage der Nahrungspyramide – übrigens der Grund, warum die Ägypter die großen Bauten in den Sand setzten!

Schon damals war es so, dass die Siedler sich beengten Wohn- und Arbeitsraum teilen mussten. Produzierendes Gewerbe und Wohnungen lagen eng beieinander. Es war also eines frühen Morgens in der Bronzezeit, als eine ältere Frau sich auf den Weg machte, das Essen für die Familie für den Tag vorzubereiten. Es war kalt an diesem Morgen. Sie ging also bewusst nah an dem Rennofen vorbei, um den die Nachbarsfamilie herum saß. Die Kinder bliesen mit langen Röhren Luft in den Ofen, um mit dem Sauerstoff eine hohe Brenntemperatur zu erreichen und das Kupfer aus dem Erz heraus zu schmelzen. Eines der Kinder hatte jedoch eine Puppe aus Holz auf dem Boden liegen lassen. Die Frau stolperte über die Puppe. Sie hatte ein Stück Teig vorbereitet, dass nun in hohem Bogen aus ihrem Korb flog. Der Teig drehte sich in der Luft, verformte sich zu einer Scheibe. Schlug auf dem heißen Ofen auf. Stücke von Käse, Tomaten und Salami ergossen sich aus dem Korb auf den Ofen. Und siehe da, binnen einer Minute war eine leckere Pizza durchgebacken!

Plötzlich stand die ganze Siedlung um den Ofen herum und zog den Duft des leckeren Stücks Pizza ein. Schnell teilte man den Teig auf. Allen schmeckte die neue Erfindung. Nun schwangen auch andere Familien den Teig, belegten und buken ihn.

Doch wie sollte man sich Zubereitung und Garzeit merken? Der Handwerker, dem der Ofen gehörte, kam auf die Idee, das Rezept auf der Scheibe zu verewigen. Und so haben wir die Scheibe heute vor uns: Die angeblichen Sterne sind in Wirklichkeit Salamischeiben, die Bögen Angaben zur Garzeit. Die Scheibe selber ist eine Vorlage dafür, wie groß die ideale Pizza sein sollte.

Doch damit ist die Geschichte noch nicht zu Ende erzählt. Es gab einen Grund dafür, dass die Himmelsscheibe vergraben wurde. Und das hatte mit juristischen Spitzfindigkeiten zu tun. Dies später auf der ThomWeb.de.